Judo für Kinder 6 – 11 Jahre

Unser Leitbild – Siegen durch nachgeben –

Judo ist ein Kampf- und Freizeitsport, der den ganzen Körper fordert und den Sportler mental stärkt.

Judo steigert das Selbstbewusstsein und fördert das Zusammengehörigkeitsgefühl, den Teamgeist und das Miteinander.

Judo ist gewaltfrei. Tritte, Schläge und Techniken, die Verletzungen verursachen können, sind verboten. Ziel ist es, den Gegner im Wettkampf mit fairen Mittel zu besiegen und nicht durch niederschlagen und verletzen. Den/die Trainingspartner/in verbal zu verspotten, zu beschimpfen oder zu beleidigen entspricht dem Geist des Judos.

Judoka bilden eine grosse Familie. Das Miteinander steht im Vordergrund. Es ist der Normalfall, dass weibliche und männliche Sportler/innen aus vielen Nationen auf Lehrgängen und Wettkämpfen ihren Sport gemeinsam ausüben. Internationale Trainingslager nach Wettkämpfen sind der Regelfall.

Kinder im Alter bis ca. 11 Jahre sind im Spiel- und Lernalter. Sie haben einen ausgeprägten Bewegungsdrang und möchte sich austoben. Arme und Beine sind pausenlos in Bewegung. Die Kinder möchten sich ausprobieren, die eigenen Grenzen abstecken und suchen das Risiko. In dieser Phase fangen sie auch an, sich von den Eltern abzunabeln. Auf Grund von Entwicklungsstand des Kindes kann dieses aber sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Besonders wichtig ist, dass sie von den Eltern das Vertrauen und die Unterstützung bekommen, um sich auszuprobieren. Daher ist es wichtig, dass die Kinder allein im Training sind.

Judo ist eine Ganzkörpersportart. Es werden Konditionsfaktoren wie Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit gefördert. Dazu kommen aber auch Gewandtheit, Geschicklichkeit und Koordination. Es wird der ganze Körper trainiert und der/die Sportler/in wird mental gestärkt. Dieses kann je nach Veranlagung mehr oder weniger schnell gehen. Wichtig ist, dass der/die Sportler/in die Zeit bekommt sich zu entwickeln.

Im Judo lernt man, die Kontrolle über den Körper zu erlangen und im mentalen Bereich werden die Selbstbeherrschung und die Teamfähigkeit erlernt und gefördert.

Gerade in der heutigen Zeit, in der Kinder zu wenig Bewegung haben oder vereinsamen, weil elektronische Kommunikationsmittel den Kontakt zur Aussenwelt ersatzweise übernommen haben, bietet das Judotraining eine sinnvolle Alternative, sich körperlich zu bewegen und mit einem/r Trainingspartner/in zu trainieren. Dieses wird auch immer wieder von Ärzten empfohlen.

Das Judotraining wird immer von weiblichen und männlichen Sportlern gemeinsam betrieben. Dabei lernt der/die Sportler/in automatisch den fairen und respektvollen Umgang mit dem anderen Geschlecht. Dieses ist in vielen Sportarten nicht der Fall, da das Training oder auch der Wettkampf immer geschlechtergetrennt durchgeführt wird. Lehrgänge und Wett-kämpfe finden immer zusammen statt.

Die Sportausrüstung ist sehr einfach gehalten. Jeder Judoka benötigt nur einen weissen Judogi (Judoanzug), ein paar Sandalen und eine Trinkflasche. Bei weiblichen Sportlerinnen gehört noch ein weisses T-Shirt dazu.